Trend zu elektronischen Urlaubsgrüßen hält an

Geschrieben von am 29. August 2012 in Kategorie Web 2.0

Aus dem Urlaub eine traditionelle Postkarte oder einen Brief in die Heimat zu schicken ist zwar weiterhin die am meisten verbreitete Art, Urlaubsgrüße zu versenden. Zusammengerechnet kommen die verschiedenen Arten elektronischer Kommunikation und das Telefonieren bei der „Urlaubspost“ aber auf eine gleich hohe Verbreitung.

Der Anteil derjenigen, die auf Urlaubspost in jeder Form verzichten, ist gering. Die Auswahl an Möglichkeiten, wie man heutzutage Grüße aus dem Urlaub auf den Weg bringen kann, ist dagegen groß. Der BITKOM nennt diese Woche frische Zahlen aus einer repräsentativen Befragung unter 1.007 Personen ab 14 Jahren in Deutschland, die er beim Institut Forsa in Auftrag gegeben hatte. Im Jahr 2008 gab es eine solche Befragung schon einmal, sodass sich die Werte vergleichen lassen.

Weniger Postkarten und Briefe

53 Prozent der Befragten (gemeint sind hier und im Folgenden diejenigen, die tatsächlich verreist waren) wählten im Sommer 2012 Brief oder Postkarte für ihre Grüße aus dem Urlaubsort. Im Sommer 2008 waren es noch 66 Prozent. Für E-Mail entschied sich damals lediglich jeder zehnte. Dieses Jahr war es schon jeder sechste (17 Prozent). Nur jeder fünfte Befragte (20 Prozent) griff 2008 zum Telefon, um aus dem Urlaub in der Heimat anzurufen, dieses Jahr war es jeder vierte (25 Prozent).

SMS bleibt sehr beliebt

Für eine SMS aus dem Urlaub entschieden sich jetzt 26 Prozent, für eine MMS 4 Prozent. Social Media-Angebote wie Facebook, Twitter und Google+ kamen in diesem Sommer bei fast jedem achten Befragten (13 Prozent) zum Einsatz, um Urlaubsgrüße zu senden. Überraschend viele setzten eine Programm wie WhatsApp oder iMessage auf ihrem Smartphone ein. Schon 10 Prozent der Umfrageteilnehmer setzten eine entsprechende App ein, um sich bei Freunden, Bekannten und Verwandten aus dem Urlaub zu melden. Als eine Ursache für die Zunahme an Urlaubsanrufen und elektronischen Urlaubsgrüßen sieht der BITKOM die gesunkenen Preise für Anrufe aus dem Ausland und beim Datenroaming. Die weite Verbreitung von Smartphones und Tablet-Computern stützt diese Entwicklung nach Einschätzung des Verbands ebenfalls.

Obwohl man es heute so leicht hat, Urlaubsgrüße zu senden, verzichteten 15 Prozent diesmal ganz darauf. Allein auf SMS und Internet verließen sich im Sommer 2012 immerhin 17 Prozent der befragten Urlauber. 42 Prozent wählte wenigstens für einen Teil der Urlaubsgrüße Telefon oder Internet.

Große Unterschiede zwischen den Generationen

Wie nicht anders zu erwarten, zeigten sich in der Untersuchung deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen: Bei satten 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen kam Social Media für ihre Urlaubspost zum Einsatz, bei den Befragten ab einem Alter von 50 jedoch nur bei mageren 3 Prozent. Eine Smartphone-App wählten 20 Prozent der Befragten im Alter von 14 bis 29, aber bloß 4 Prozent in der Gruppe ab 50 Jahren. Nur 15 Prozent der 14- bis 29-Jährigen verschickten eine Urlaubs-E-Mail.

Urlaubspostkarten waren bei Frauen deutlich beliebter als Männern: 63 Prozent der Frauen, doch nur 43 Prozent der Männer grüßten damit aus ihrem Urlaub. Dagegen schrieben 23 der Männer, aber nur 12 Prozent der Frauen eine E-Mail. Karten und Briefe waren bei Ostdeutschen beliebter als bei Westdeutschen (66 Prozent gegenüber 50 Prozent), das ergab die Untersuchung ebenfalls. Beim SMS-Versand lagen die Westdeutschen dagegen vorne (28 Prozent gegenüber 17 Prozent). Bei Urlaubsgrüßen via Smartphone-App war der Unterschied zwischen West und Ost sogar noch größer: 12 Prozent gegenüber 3 Prozent.

Auf welche Weise übermittelt Ihr am liebsten Urlaubsgrüße? Inwieweit nehmt Ihr dabei auf die Vorlieben/technischen Möglichkeiten der Empfänger Rücksicht?

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  1. 62 Prozent wollen elektronische Urlaubsgrüße verschicken | TechBanger.de says:

    […] wie im vorigen Jahr hat der BITKOM ermitteln lassen, wie die Deutschen im Sommerurlaub ihre Grüße an Freunde und […]