Deutscher Smartphone-Markt wächst weiter

Geschrieben von am 17. März 2022 in Kategorie Web 2.0

Die Deutschen geben mehr Geld für Smartphones aus. Wieder einmal – voraussichtlich jedenfalls: Der Bitkom prognostiziert ein Anwachsen des Umsatzes um 1,8 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro. Die Zahl der Smartphone-Verwender hat einen neuen Höchststand erreicht.

83 Prozent der Einwohner Deutschlands bzw. 57,4 Millionen Bürger sind inzwischen Smartphone-Besitzer, so viele wie nie. „Die Faszination für Smartphones ist so groß wie nie. Sie informieren und unterhalten uns, steigern unsere Produktivität und unterstützen uns in vielen Lebenslagen. Smartphones stehen für Innovation und Wachstum. Das zeigt eindrucksvoll das milliardenschwere Ökosystem aus Geräten, Apps, Diensten und Netzinfrastruktur“, kommentiert Bitkom-Präsidiumsmitglied Markus Haas diese Zahlen.

96 Prozent der Verwender nehmen Smartphones als große Erleichterung im Alltag wahr; ein Leben ohne kann sich nur jeder zehnte vorstellen. Jeder zweite Smartphone-User hat für sich indes Zeiten festgelegt, in denen er sein Gerät nicht nutzen möchte. Einer von sieben kontrolliert seine Bildschirmzeiten.

Obwohl die Nachfrage nach hochwertigen Geräten anzieht, stammt der Großteil des erwarteten Umsatzes im Smartphone-Markt nicht aus dem Geräteverkauf, sondern von den Sprach- und Datendiensten: 20,6 Milliarden Euro (+ 1,6 Prozent). Hinzu kommen Investitionen der Netzbetreiber in mobile Infrastruktur in Höhe von 2 Milliarden Euro (+ 2,5 Prozent).

Weniger Geräte, höhere Preise

Die erwarte Summe von 10,9 Milliarden Euro im Geräte-Segment bedeutet sogar einem Rückgang um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Stückzahlen sollen sogar um 3,9 Prozent auf 19,7 Millionen Geräte sinken. Daraus lässt sich indes nicht ableiten, die Deutschen verlören langsam das Interesse an Smartphones. Die Chipkrise sowie Lieferengpässe bei benötigten Bauteilen haben ihren Anteil an den sinkende Verkaufszahlen.

Da der Durchschnittsverkaufspreis erneut steigt (+ 2,6 Prozent), von 539 Euro in 2021 auf 553 Euro in 2022, fällt der Umsatzrückgang im Geräte-Segment moderat aus. Haas: „Der Trend geht eindeutig zu hochwertigen, besonders leistungsfähigen und weniger reparaturanfälligen Geräten.“

Kaum alte Smartphones im Einsatz

60 Prozent der Smartphone-Verwender haben ihre Geräte erst in den vergangenen 12 Monaten gekauft; jeder fünfte hat sein Telefon zwischen 13 und 24 Monaten im Einsatz. Jeweils 8 Prozent setzen zwei bis drei Jahre alte Geräte ein bzw. Geräte, die bereits älter als drei Jahre sind. „Der Wunsch nach aktuellen Smartphones mit der besten Technik ist groß. Aber im Vergleich zu den Vorjahren werden die Geräte im Durchschnitt etwas später ausgetauscht. Die Verbraucherinnen und Verbraucher geben im Zweifel lieber mehr Geld aus, um sicherzugehen, dass sie länger etwas von ihren Geräten haben“, so Haas. Letzteres scheint allerdings im Widerspruch zum geringen Alter der meisten aktiv genutzten Smartphones zu stehen.

Wie alt die Smartphones unserer Leser? Wie wichtig ist Euch ein „frisches“ Gerät?

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