Abo-Software ist für den Privatanwender ein teures Vergnügen

Geschrieben von am 13. Dezember 2014 in Kategorie Allgemein

Mit seinem Kernprodukt, dem Betriebssystem Windows, hat Microsoft viele schwierige Jahre hinter sich. Seit Windows XP ist kein großer Wurf mehr gelungen, alle nachfolgenden Versionen konnten einen Großteil der Nutzer nicht überzeugen, vor allem Unternehmen sahen oftmals keinen Grund, auf die neueren Windows Versionen umzusteigen.

Mit Windows 10, dessen Veröffentlichung für das kommende Jahr geplant ist, soll alles anders werden. Bisher zeigt sich die Fachwelt zuversichtlich, immerhin möchte Microsoft ein modernes Betriebssystem veröffentlichen, das auf sämtlichen Geräteklassen flüssig läuft und gleichzeitig die passenden Bedienoberflächen mit sich bringt – man scheint aus dem Fiasko mit dem Kachel-Desktop von Windows 8 gelernt zu haben. Neu wird auch der Lizenzerwerb sein, denn mittlerweile verdichten sich die Anzeichen dahingehend, dass Nutzer ihr Windows im Abo-Modell erwerben.

Microsoft hat hiermit bereits umfassende Erfahrungen gesammelt, immerhin wird Office 365 auf diesem Weg vermarktet. Anstatt einen großen Betrag auf einmal auszugeben, zahlen die Nutzer einfach monatliche Beiträge, die relativ überschaubar wirken. Nicht nur für Privatanwender, sondern auch für Unternehmen, die oft zahlreiche Lizenzen erwerben müssen, ist dies äußerst praktisch.

Dass Microsoft gerade diesen Weg einschlägt, ist nicht sehr überraschend. Andere Unternehmen haben längst gezeichnet, dass es sich rechnet, Software vorzugsweise über Abo-Modelle zu vertreiben. Man denke nur an Adobe: Wer Klassiker aus dem Grafik- und Designbereich, wie beispielsweise Photoshop oder Illustrator nutzen möchte, hat gar keine andere Wahl, als diese Programme im Abo zu erwerben.

Adobe, Microsoft und weitere Softwareanbieter haben längst erkannt, dass Abo-Modelle eine hervorragende Wahl verkörpern, um die Profitabilität zu steigern. Hierfür zeigen sich gleich zwei Gründe verantwortlich. Zum einen wird die Verbreitung illegaler Kopien erheblich eingedämmt, zum anderen zahlen die Kunden dauerhaft.

Vor allem private Anwender sollten sich gut überlegen, ob sie diesen Schritt wirklich gehen möchten bzw. ob sie dazu bereit sind, Monat für Monat überschaubare Beträge zu leisten. Eine Sache ist nämlich nicht außer Acht zu lassen: Auf den ersten Blick mögen zahlreiche Programme äußerst preiswert erscheinen, doch auf lange Sicht entrichtet der Nutzer eine Menge Geld. Vor allem Betriebssysteme oder Office Suiten lassen sich oftmals viele Jahre am Stück in derselben Version einsetzen, ohne dass es dem Umstieg auf neuere Versionen bedarf. Gerade in solchen Fällen lockt eine erhebliche Ersparnis, wenn die Software einmalig gekauft wird – auch wenn es dann zunächst einen vergleichsweise hohen Preis zu berappen gilt.

Bei Unternehmen ist die Situation eine andere. Für sie sind Abo-Lösung deutlich attraktiver als für den Privatanwender. Sie profitieren gleich doppelt, es fängt bereits damit an, keine komplizierten Abschreibungen mehr vornehmen zu müssen, die Leasingkosten der Software werden unmittelbar und in voller Höhe aktiviert. Damit wäre der zweite Vorteil schon genannt: Die Kosten lassen sich vollständig steuerlich geltend machen, was die Software erheblich preiswerter macht.

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