Bei Systemkameras scheint kein Preis zu hoch zu sein

Geschrieben von am 09. Februar 2012 in Kategorie Web 2.0

Während die klassische Kompaktkamera immer mehr zum Ladenhüter wird, erfreuen sich Systemkameras einer immens steigenden Beliebtheit. Hersteller wie Olympus und Panasonic haben einen regelrechten Trend losgetreten. Andere Kamerahersteller haben längst nachgezogen, weshalb man mittlerweile auf eine breite Auswahl an entsprechenden Kameras blicken kann.

Die ersten Kameras dieser Art waren vergleichsweise kostspielig. Viele Interessenten fragten sich damals, ob es sich überhaupt lohnt, derart hohe Preise zu entrichten – schließlich lagen die Kamerapreise deutlich über den Preisen für Kompaktkameras. Außerdem zogen viele Modelle sogar mit den Preisen von Einsteiger-DSLRs gleich. Man sollte annehmen, dass der technische Fortschritt und der Konkurrenzdruck für sinkende Preise sorgen. Doch sieht man sich die Preise für Systemkameras an, so scheint eher das Gegenteil der Fall zu sein.

Tatsächlich ist es so, dass man beim Kauf einer Systemkamera der neuesten Generation sehr tief in die Tasche greifen muss. Von gesunkenen Preisen kann nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil: Die Hersteller bringen immer mehr Kameramodelle auf den Markt und trauen sich gleichzeitig, sehr hohe Preise zu fordern. Eines der besten Beispiele ist die neue Olympus OM-D, die zweifelsfrei eine absolut tolle Kamera ist, doch bei einem Preis von rund 1.100 Euro bzw. rund 1.300 Euro mit Objektiv gilt es sich ernsthaft zu fragen, wer dazu bereit ist, so viel Geld auszugeben.

Man muss sich nur vor Augen halten, was man in anderen Kameralagern für dieses Geld geboten bekommt. Eine Einsteiger-DSLR ist heutzutage schon für rund 350 Euro erhältlich – und für ca. 600 Euro kann man schon wirklich gute Systeme anschaffen. Wer dazu bereit ist, mehr als 1.000 Euro auf den Tisch zu legen, bekommt im DSLR-Bereich richtig viel geboten.

Nun könnte man natürlich argumentieren, dass Systemkameras deutlich handlicher und somit auch praktischer als DSLRs sind. Allerdings darf das Thema Bildqualität nicht außer Auge gelassen werden. Systemkameras versprechen zwar eine hohe Bildqualität, doch eine gute DSLR liefert am Ende fast immer das bessere Bildergebnis ab – vorausgesetzt der Fotograf versteht und beherrscht das Handwerk der Fotografie.

Weil die Hersteller anscheinend keine Schwierigkeiten damit haben, ihre hohen Preise bei den Systemkameras durchzusetzen, gilt es sich zwangsläufig zu fragen, wer diese Kameras erwirbt. Der Otto-Normalverbraucher, der im Urlaub oder auf dem Kindergeburtstag ein paar Schnappschüsse machen will, dürfte sicherlich nur in Ausnahmefällen dazu bereit sein, zwischen 500 und 1.000 Euro für eine Systemkamera auf den Tisch zu legen. Vermutlich sind es eher die begeisterten Hobbyfotografen, die sich auf der Suche nach kompakten aber leistungsstarken Zweitkameras befinden, die den Kameraherstellern in die Hände spielen und die immens hohen Kamerapreise bezahlen.

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  1. Durch Smartphones keine Verdrängung von Digitalkameras | TechBanger.de says:

    [...] so Rohleder. Für die Systemkameras spricht nicht nur ihr Preis (wenngleich man auch viel Geld dafür ausgeben kann).  Sie sind auch kleiner als digitale Spiegelreflexkameras und bieten [...]

  2. Nachfrage nach Digitalkameras sinkt – aber Umsatz steigt | TechBanger.de says:

    [...] in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Auf die Vorteile von digitalen Spiegelreflex- und Systemkameras wie große Bildsensoren und Wechselobjektive wollen die Kunden trotzdem nicht [...]

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