Social Network LinkedIn bekommt noch mehr Geld

Geschrieben von am 25. Oktober 2008 in Kategorie Social Networks

Finanzkrise? Nicht bei LinkedIn: Das weltweit größte Netzwerk für Geschäftskontakte erhält in einer neuen Finanzierungsrunde 22,7 Millionen US-Dollar. Das Geld stammt von Bessemer Venture Partners, der Investmentbank Goldman Sachs, dem Medienunternehmen McGraw-Hill sowie erstmals auch von SAP Ventures, der Sparte für Wagniskapital des SAP-Konzerns.

Die neuerliche Kapitalspritze folgt nur wenige Monate nachdem mehrere Investoren LinkedIn mit 53 Millionen Dollar verstärkt hatten. Mit dem zusätzlichen Geld soll das Social Network seine Expansion vorantreiben sowie neue Dienste entwickeln.

Während es für Start-up-Unternehmen deutlich schwieriger wird, sich zu finanzieren, haben die Investoren Vertrauen weiter großes Vertrauen in die Zukunft des Business-Netzwerks, was einerseits daran liegen dürfte, dass LinkedIn Dienste anbietet, die in der schwierigen wirtschaftlichen Situation stark nachgefragt werden, zum anderen an den seit längerer Zeit steigenden Userzahlen.

Derzeit nennt LinkedIn selbst die Zahl von 30 Millionen Mitgliedern weltweit, alle zwei Sekunden meldet sich jemand neu bei der Business Community an, hieß es beim Stand von 26 Millionen Mitgliedern. Derzeit wächst das Social Network um eine halbe Million Mitglieder wöchentlich. In den USA gelang es LinkedIn, seine Mitgliederzahl zwischen September 2007 und September 2008 um 193 % zu steigern. In den letzten Wochen meldeten sich besonders viele Leute aus der Finanzbranche neu bei LinkedIn an. Die naheliegende Erklärung ist, dass sich Menschen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verstärkt um ihre Kontakte kümmern und das Business-Netzwerk verstärkt zur Jobsuche eingesetzt wird. Einige wollen über das Social Network vielleicht auch nur mit den ganzen entlassenen Kollegen in Kontakt bleiben.

Hinzu kommt, dass LinkedIn sich nicht alleine auf Werbeeinnahmen verlässt, obwohl das Social Network eine sehr kaufkräftige und damit für die Werbewirtschaft attraktive User bietet. Wer LinkedIn intensiv nutzen möchte, kommt um die Zahlung der im Vergleich zu XING hohen Gebühren nicht herum. Eine weitere Einnahmequelle bringen zusätzliche Premiumdienste.

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