Zahl der E-Book-Leser nimmt kaum zu

Geschrieben von am 12. Oktober 2019 in Kategorie Web 2.0

Rund jeder Vierte in Deutschland liest digitale Bücher. Trotz vieler Vorteile gegenüber gedruckten Büchern hat die Zahl der E-Book-Leser seit fünf Jahren kaum zugenommen. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Bitkom ergeben.

Im Jahr 2014 gehörten 24 Prozent der Deutschen zu den E-Book-Lesern, 2017 waren es sogar nur 23 Prozent. 2019 sind es mit 26 Prozent nicht viel mehr. Demgegenüber nutzen 79 Prozent Bücher aus Papier. Der entscheidende Vergleichswert liegt allerdings nicht bei 100 Prozent, denn 17 Prozent lesen überhaupt keine Bücher.

„E-Books haben echte Fans, es kommen aber keine neuen hinzu“, erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für viele Leserinnen und Leser haben digitale Bücher einen Mehrwert geschaffen, ersetzen damit aber kaum gedruckte Titel.“ Die Umfrage zeigt gleichzeitig eine gute Wachstunsperspektive für elektronische Bücher auf: 35 Prozent derjenigen, die keine E-Books verwenden, können sich vorstellen, dies künftig zu tun.

Eigenständige Lesegeräte liegen vorn

Untersucht wurde außerdem, welche Endgeräte für den E-Book-Konsum verwendet werden. An erster Stelle liegen mit einem Anteil von 77 Prozent spezielle E-Book-Reader. Jeder zweite Nutzer (50 Prozent) liest auf seinem Smartphone. Ein Stück dahinter liegen mit 38 Prozent Tablet-Computer, auf dem vierten Platz stehen Notebooks mit 23 Prozent, während Desktop-Computer mit einem Anteil von 3 Prozent kaum eine Rolle spielen.

Im Hinblick auf die Wachstumsperspektiven im deutschen E-Book-Markt ist von Belang, wie alt die Nutzer bzw. Nicht-Nutzer sind: Mit 47 Prozent gehört fast die Hälfte der 16-bis 29-Jährigen zu den E-Book-Lesern. Dagegen liest nur etwa jeder Vierte (26 Prozent) zwischen 30 und 54  Jahren die elektronischen Buchversionen. Unter den Senioren (ab 65 Jahren) ist es sogar nur jeder Zehnte (10 Prozent).

E-Books bieten einige Vorteile

Wie ist das bei unseren Lesern, lest Ihr regelmäßig E-Books? Was sind aus Eurer Sicht die Vorteile? Der Bitkom argumentiert mit einstellbarer Schriftgröße, integrierten Wörterbüchern, Suchfunktionen und geringerem Ressourcenverbrauch. Zusätzlich „sparen“ User Gewicht und Platz. Hauptvorteil sei, dass die digitalen Bücher jederzeit verfügbar seien.

Letzteres spielt auch für die User eine große Rolle; 85 Prozent sehen dies als Vorteil. 76 Prozent führen einen verwandten Vorteil an: Neuer Lesestoff lässt sich sehr schnell besorgen. Das Platzargument überzeugt 72 Prozent, 70 Prozent entscheiden sich zumindest auch wegen des Gewichts-Vorteils für E-Books. 42 Prozent sind die zusätzlichen Funktionen wichtig.

Der Bitkom lobt die Bundesregierung für das Vorhaben, die Ungleichbehandlung zwischen E-Books (regulärer Satz) und gedruckten Büchern (ermäßigter Satz) bei der Mehrwertsteuer zu beenden. „Mit der ermäßigten Mehrwertsteuer stellt die Bundesregierung E-Books den gedruckten Büchern gleich“, so Berg. „Es bleibt abzuwarten, ob E-Books dadurch dann auch mehr Leser finden.

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