Quelle: Itam GmbH
Im Grunde ist vollkommen klar, dass die Bezeichnung „Freund“ nicht immer zutrifft. Am besten sieht es wohl bei Xing aus, wo der Schwerpunkt ganz klar auf dem Thema Business liegt. Social Networks wie Facebook und StudiVZ hatten sich bislang nicht mit dieser Frage beschäftigt – zumindest nicht nach außen hin. Dementsprechend finden sich in Freundeslisten manchmal Personen wieder, die genau genommen keine richtigen Freunde, sondern vielmehr Kontakte sind.
Es gab Nutzer, die sich hierüber ärgerten und deshalb bestimmte Freundschaftsanfragen ablehnten oder sogar Zweitprofile angelegt haben. Die Absicht ist simpel: Man setzt auf eine gezielte Trennung, damit Informationen besser adressiert werden können. Wer zum Beispiel Fotos mit Freizeitbezug veröffentlicht, möchte diese nicht unbedingt seinen Geschäftspartnern zeigen.
Mit Google Plus hat sich die Situation verändert. Von Anfang an stellte Google in seinem Social Network die Circle-Funktion zur Verfügung, mit deren Hilfe es möglich ist, so genannte Freundeskreise zu schaffen. Die Circles erlauben es, Personen gezielt zu gruppieren und somit eine genaue Unterscheidung vorzunehmen. Dieses Feature hat viele Personen positiv überrascht – da wundert es nicht, dass Facebook nun an seinen Freundeslisten schraubt.
Wie bei t3n zu lesen ist, soll Facebook sehr fleißig gewesen sein. In diesem Beitrag sind mehrere Screenshots zu sehen, die einen Einblick in das neue Freundschaftslistenkonzept geben. Auffällig sind die so genannten Smart-Lists, mit deren Hilfe es möglich ist, Freunde automatisch zuordnen zu lassen. Facebook bewertet die einzelnen Kontakte anhand bestimmter Daten und nimmt daraufhin eine Zuordnung vor. Ganz so flexibel wie Google ist Facebook aber nicht. Während man bei Facebook so viele Circles erstellen kann, wie man möchte, unterscheidet Facebook zwischen drei Arten von Freunden.
Im Allgemeinen ist nur schwer zu sagen, welches Konzept das bessere ist. Im Endeffekt muss jeder Nutzer für sich selbst entscheiden, was ihm oder ihr besser gefällt. Wobei Google durchaus die Nase vorne haben könnte: Listen nach eigenem Geschmack zu erstellen, sollte eigentlich gut ankommen.
