Quelle: Techbanger.de / Itam GmbH
Konkret geht es um Daten, die Tabellen von Google Docs entstammen. Zwei Verdächtige sollen dort Daten abgelegt haben, die den Versand von 3 Mio Spam-Mails belegen. Außerdem geht aus den Tabellen-Daten hervor, dass für den Versand der Mails 8.000 Mail-Accounts bei Yahoo angelegt wurden.
Die Daten wurden von Google herausgegeben, nachdem das FBI einen Durchsuchungsbeschluss vorlegte. Laut heise soll es 10 Tage gedauert haben, bis Google die Daten an die Ermittler übergeben hat. Der Durchsuchungsbeschluss berechtigte die Ermittler alle bei Google gespeicherten Dokumente und Emails der Verdächtigen zu erhalten.
Natürlich haben wir in Deutschland eine ganz andere Rechtssprechung. Allerdings macht das Beispiel dennoch sehr gut deutlich, wie es um die Sicherheit der Daten bestellt ist, die wir in der Cloud ablegen. Eine Sicherheit ist im Grunde nicht gegeben: Unter entsprechenden Umständen können Ermittlungsbehörden auf solche Daten zugreifen. Hinzu kommt die Gefahr, dass Mitarbeiter der jeweiligen Webservice-Anbieter ebenso auf die Daten zurückgreifen. Dementsprechend ist es einfach ratsam, bestimmte Dokumente besser local bzw. außerhalb der Cloud zu speichern.
Ein wenig ironisch ist die Tatsache, dass die vermeintlichen Spammer dieses Risiko bedenkenlos eingegangen sind. Wer sich in der Lage befindet, 8.000 Emailadressen automatisiert bei Yahoo anzulegen, sollte eigentlich darüber Bescheid wissen, wie es um die Sicherheit seiner Daten im Web bestellt ist. Doch vermutlich werden wir in den kommenden Jahren noch häufiger von solchen Fällen hören. Wahrscheinlich sind sich Lieschen Müller und Otto-Normalverbraucher heutzutage noch gar nicht richtig der Tatsache bewusst, Daten online speichern zu können. Das werden sicherlich rosige Zeiten.
