Neue Drohnenverordnung hat große Auswirkungen

Geschrieben von am 10. April 2017 in Kategorie Allgemein

Als wir vor Jahren zum ersten Mal über Drohnen für den Privatgebrauch berichteten, handelte es sich hierbei um eine eindeutige Nische. Die damaligen Flugdrohnen waren kostspielig und konnten nicht viel. Heute ist die Situation eine andere, schon für relativ kleines Geld ist ein Einstieg möglich und zugleich haben die Geräte so einiges zu bieten. Kein Wunder, dass es mittlerweile viele Hobbypiloten gibt, die ihre Drohnen regelmäßig einsetzen.

Bisher hatten Hobbypiloten relativ leichtes Spiel, an den meisten Orten konnten sie ihre Fluggeräte mühelos einsetzen. Doch die Anzahl der „Vorfälle“ häufte sich, sodass sich der Gesetzgeber zum Eingreifen gezwungen sah. Schon vor mehr als einem Jahr wurde in den USA eine Registrierungspflicht für Drohnen eingeführt, auf ähnliche Weise hat die Bundesregierung nachgezogen.

Nun ist nämlich die neue Drohnenverordnung in Kraft getreten. Mit ihr gehen zahlreiche Neuerungen einher, die das Ausüben des Hobbys sowie den Einsatz von Flugdrohnen im professionellen Umgeld (z.B. für die Anfertigung von Luftaufnahmen) maßgeblich erschweren. Zumindest ist es nicht mehr möglich, kurzerhand eine Drohe zu kaufen, sie auszupacken und dann im Wohngebiet zu fliegen.

Einschränkungen im Überblick

Über „sensiblen Bereichen“ ist ein Einsatz gar nicht mehr erlaubt, dort gilt ein generelles Flugverbot. Als sensible Bereiche gelten z.B. Flughäfen, Einsatzorte von Rettungskräften oder auch Menschenansammlungen. Außerdem dieser Bereiche ist ein Einsatz möglich, sofern andere Bestimmungen eingehalten werden. Diesbezüglich sind zwei Dinge von Relevanz, nämlich das Gewicht der Drohne und die Flughöhe.

Das Fliegen in einer Höhe von 100 Metern oder höher ist nur gestattet, wenn sich der Drohnenpilot im Besitz einer behördlichen Ausnahmegenehmigung befindet. Des Weiteren ist er nur dazu berechtigt, die Drohne in Sichtweite zu fliegen. Wiegt die Drohne 250 Gramm oder mehr, muss an ihr eine Plakette zur Kennzeichnung angebracht werden. In Anbetracht des niedrigen Gewichts ist damit im Grunde jede Drohne betroffen. Ab einem Gewicht von 2 Kilogramm ist ein Kenntnisnachweis erforderlich und ab 5 Kilogramm muss sogar eine Genehmigung von der Landesluftfahrtbehörde erteilt werden sein.

Fliegen über Wohngebieten nur noch mit Zustimmung der Grundstückseigentümer

Das Fliegen über Wohngebieten ist nicht mehr gestattet, zumindest wenn die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt oder sie akustische oder optische Signale überträgt oder gar aufzeichnet. In Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Flugdrohnen entsprechend ausgestattet sind, kommt ein Einsatz über Wohngebieten kaum noch infrage. Das Fliegen über Wohngebieten ist nur noch gestattet, wenn die jeweiligen Eigentümer der Grundstücke eine Genehmigung erteilt haben.

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