Junge Nutzer suchen Alternativen zu Facebook

Geschrieben von am 04. April 2013 in Kategorie Social Networks

Facebook ist mittlerweile jedermann ein Begriff. Das größte Social Network der Welt hat es geschafft, einen ungemein großen Bekanntheitsgrad zu erlangen. Dabei sah die Situation vor einigen Jahren noch ganz anderes aus. Man blicke nur einmal in das Jahr 2007 zurück. Obwohl Facebook schon seit mehreren Jahren Präsenz im Web zeigte, wurde es in Deutschland kaum genutzt. Stattdessen erfreut sich studiVZ einer äußerst großen Beliebtheit – kaum jemand hat ein Interesse daran, zum Konkurrenten aus Amerika zu wechseln.

Es dauerte aber nicht lange, bis studiVZ von Facebook gnadenlos überholt und quasi vollständig ersetzt wurde. Zur damaligen Zeit wurde das Social Network vor allem von jungen Menschen genutzt. Viele Schüler und Studenten meldeten sich an, später folgten dann auch ältere Gruppen. Mit der Einführung des Like-Button wurde Facebook dann auf einmal richtig bekannt und war überall in den Medien präsent. Hierdurch kamen nochmals viele weitere Nutzer hinzu.

Seither hat sich eine ganze Menge getan. Vor einigen Jahren konnten die jungen Nutzer, die Facebook groß gemacht hatten, auf Kontakte blicken, die überwiegend aus Gleichaltrigen bestanden. Doch inzwischen ist die Situation eine andere: Nicht nur Freunde und Geschwister, sondern auch Eltern, Tanten, Onkels, Lehrer und teilweise sogar Großeltern sind auf Facebook aktiv.

Jugendliche neigen dazu, sich gerne abzugrenzen und unter sich zu sein. Da überrascht es nicht, dass sie sich in solch einem Umfeld nicht mehr ganz so wohl fühlen. Laut einer aktuellen Erhebung von Socialbaker hat dies zu einer Abwanderung geführt. Zunehmend mehr junge Nutzer kehren Facebook den Rücken. Anstatt sich über das Social Network mit Freunden auszutauschen, greifen sie lieber auf andere Webservices zurück. Sehr überraschend ist dies nicht, schließlich gelten in einem Webumfeld, das Eltern und Lehrer umfasst, ganz andere Regeln. Die jungen Nutzer können sich nicht mehr so frei austauschen, wie dies früher einmal der Fall gewesen ist.

Alternativen gibt es zu genüge – zwar nicht unbedingt im Bereich der Social Networks, allerdings muss dies auch nicht weiter schlimm sein. Laut diesem Beitrag von Spiegel Online, hat vor allem die Nutzung des Smartphones stark an Bedeutung gewonnen. Informationen werden beipsielsweise per WhatsApp ausgetauscht, Bilder wiederum über Instagramm. Des Weiteren scheint Bloggen wieder im Kommen zu sein, besonders Tumblr soll bei den jungen Nutzern im Trned liegen.

Die Abkehr von Facebook bedeutet jedoch nicht, dass die Nutzer ihre Accounts auflösen. Die Account bleiben bestehen, oft ist das bestehende Netzwerk dann doch zu wichtig, um es einfach aufzugeben. Vielmehr lässt einfach nur die Intensität nach, die jungen Nutzer loggen sich nicht mehr so häufig sein.

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