42 Prozent Wachstum im Smartphone-Markt

Geschrieben von am 30. Januar 2013 in Kategorie Web 2.0

Von nachlassender Nachfrage kann bei Smartphones bislang keine Rede sein. Allein im vierten Quartal 2012 wurden weltweit über 200 Millionen Geräte ausgeliefert, im Gesamtjahr 2012 waren es 671 Millionen, berichtet Juniper Research. Klare Nummer eins ist Samsung, was nicht zuletzt am Modell Galaxy S3 lag.

Juniper Research hat frische Zahlen genannt, denen zufolge Samsung letztes Jahr deutlich mehr Smartphones als Apple absetzen konnte. Die 671 Millionen in 2012 ausgelieferte Smartphones bedeuten im Jahresvergleich ein Wachstum von satten 42 Prozent im Gesamtmarkt. Von den 200 Millionen Geräten im vierten Quartal stammten 63 Millionen (über 30 Prozent) von Samsung – so viele wie nie zuvor. Wesentlichen Anteil am Erfolg der Südkoreaner hatte das aktuelle Spitzenmodell Galaxy S3, bei dem schon im November die 40-Millionen-Marke geknackt wurde. Die meisten Konkurrenten kommen mit allen ihren Modellen zusammen nur auf einen Bruchteil der Auslieferungen des Galaxy S3.

Apple ist starke Nummer zwei

Ebenfalls sehr gut lief es voriges Jahr für Apple. Allein im vierten Quartal wurden 47,8 Millionen iPhones abgesetzt, doch an Marktführer Samsung kam Apple nicht heran. Apple müsse sich stärke auf Innovation fokussieren, raten die Analysten. Im Vergleich zu den restlichen Herstellern befindet sich Apple indes in einer glänzenden Position.

Schwer zu kämpfen hat weiterhin Nokia. 2011 lieferten die Finnen noch 77 Millionen Smartphones aus, 2012 waren es bloß noch 35 Millionen. Trotz des Rückgangs um 54 Prozent besteht Grund zur Hoffnung, denn die Lumia-Baureihe kommt ziemlich gut an. Lumia Smartphones machten im vierten Quartal 4,4 Millionen der 6,6 Millionen insgesamt von Nokia ausgelieferten Smartphones aus. An Smartphones mit Symbian OS wurden im Schlussquartal lediglich 2,2 Millionen Stück ausgeliefert.

BlackBerry 10 kurz vor dem Start

Nicht leicht hatte es 2012 auch der BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM). Mit (Schätzung von Juniper Research) 6,7 Millionen BlackBerry-Geräten im vierten Quartal und 31 Millionen Geräten im Gesamtjahr gehören die Kanadier aber noch die wichtigen Smartphone-Herstellern. Die RIM-Verkaufszahlen muss man zudem unter dem Aspekt betrachten, dass in Kürze das lange vorher angekündigte neue Betriebssystem BlackBerry 10 offiziell eingeführt wird. Wer kauft sich da schon vorher einen BlackBerry mit veraltetem Betriebssystem? Gut möglich, dass RIM 2013 Marktanteile zurückerobern wird. Die bisher bekannten Geräte mit BlackBerry 10 machen jedenfalls einen guten Eindruck.

Zu den Aufsteigern 2012 zählte Huawei. Das chinesische Unternehmen brachte letztes Jahr über 20 neue Smartphone-Modelle heraus, von denen sich einige gut verkauften. Huawei lieferte über 20 Millionen Smartphones aus.

Wie geht es 2013 weiter?

Was denkt Ihr, wie sich der Smartphone-Markt dieses Jahr entwickeln wird? Ich glaube, dass Ende des Jahres weiterhin Samsung und Apple vorne stehen werden, kann mir aber gut vorstellen, dass sie Marktanteile verlieren, was nicht zuletzt eine Frage der Entwicklung bei den Betriebssystemen ist. Läuft es für Windows Phone 2013 gut, wird Nokia davon stark profitieren. Neben BlackBerry 10 dürften Tizen, Firefox OS und Ubuntu for Phones für Bewegung im Markt sorgen.

Bei aller Offenheit von Android OS liegt es nicht im langfristigen Interesse der Hersteller von Android-Smartphones, hier in einer gewissen Abhängigkeit von Google zu stehen. Sollten sich mehrere Branchenschwergewichte darauf einigen, ein bestimmtes offenes Betriebssystem gemeinsam zu unterstützen, könnte dieses in kurzer Zeit weite Verbreitung finden. Dabei ginge es nicht nur um Smartphones und natürlich den längst noch nicht so entwickelten Markt von Tablet-Computern. Für andere Geräteklassen wie Smart TVs, Set-Top-Boxen, Stereoanlagen sowie beispielsweise Geräte aus dem Bereich Smart Home gewinnen solche Betriebssysteme schließlich ebenfalls an Bedeutung. Aus dieser weiteren Perspektive gesehen ist der Markt alles andere als längst aufgeteilt.

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