Youtube erschwert Teilnahme an seinem Partnerprogramm

Geschrieben von am 18. Januar 2018 in Kategorie Allgemein

In den vergangenen Jahren konnte Youtube seine Vormachtstellung als größte Videoplattform im Internet erheblich ausbauen. Denn ob jung oder alt, zunehmend mehr Menschen suchen die Plattform gezielt auf, um sich zu informieren oder auch unterhalten zu lassen. Inhalte und Formate unterschiedlichster Art gibt es auf Youtube nämlich zu genüge.

Geld mit Videos verdienen

Diese Entwicklung hat allerdings auch dazu geführt, dass immer mehr Videos produziert werden, um damit Geld zu verdienen. Das Spektrum an Kreativität kennt hierbei keine Grenzen, neben hochwertigen Inhalten wird auch jede Menge „Schrott“ produziert, der sich zu erheblichen Teilen aus Best-Of-Videos, Unboxing-Videos und ähnlichen Formaten zusammensetzt.

Die Möglichkeit, Geld mit eigenen Videos zu verdienen, spornt vor allem junge Menschen an. Sie streamen ihre Gaming-Aktivitäten oder geben Schminktipps. Das zumeist noch jüngere Publikum scheint sich dafür wiederum begeistern zu können. Zunehmend mehr junge Menschen, die sich oftmals noch im Kindesalter befinden, träumen heutzutage längst davon, ihren Lebensunterhalt als Youtube-Star zu verdienen.

Erschwerter Zugang zum Partnerprogramm

Aber das dürfte sich fortan ein wenig schwieriger gestalten – zumindest wenn es um eine schnelle Monetarisierung im kleinen Rahmen geht. Denn Youtube hat die Anforderung zur Teilnahme an seinem Partnerprogramm angepasst. Für neue Kanäle gelten deutlich höhere Anforderungen, um sich zu qualifizieren und Einnahmen zu generieren. Betreiber schon exitierender Kanäle haben übrigens auch nicht viel zu Lachen, auch sie müssen sich schon bald den neuen Richtlinien beugen.

Bislang war es erforderlich, innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten mindestens 10.000 Videoaufrufe zu genieren, um sich für die Teilnahme am Partnerprogramm zu qualifizieren. Dann war es möglich, Werbung einzublenden und an den Einnahmen, die Youtube damit erzielt, mitzuverdienen. Doch fortan stehen die Abonnenten im Vordergrund, deren Anzahl mindestens 1.000 Personen betragen muss. Hinzu kommen 4.000 Stunden Spieldauer, die innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten zu erfüllen sind.

Diese Verlagerung hat enorme Folgen. Besonders diejenigen, die auf Youtube ein One-Hit Wonder landen, haben künftig Pech: Selbst wenn ein Video die 4.000 Stunden Spieldauer aufgrund zahlreicher Views mühelos überschreitet, gilt es ersteinmal genügend Abonnenten zu gewinnen. Hierdurch werden auch kleinere Videopublisher benachteiligt, die zwar sehr hochwertige Inhalte produzieren, jedoch eine kleines Nischenpublikum bedienen.

Warum Youtube diesen Schritt wagt

Im Kern gibt es zwei Gründe, weshalb Youtube diesen Weg einschlägt. Zum einen möchte die Google-Tochter den Video-Spammern das Leben erschweren. Wenn sich das Erstellen solcher Inhalte nicht mehr lohnt, wirkt sich dies positiv auf die Qualität der Videoplattform aus. Zum anderen fordern auch Werbekunden mehr Qualität. Ihnen geht es darum, das Ausspielen ihrer besser kontrollieren zu können – einige Unternehmen möchten unterbinden, dass ihre Werbung in Verbindung mit Inhalten zu sehen ist, die in Augen vieler Menschen als unangemessen gelten.

Ob Youtube aufgrund dieser Entwicklung nun die Publisher davonlaufen? Vermutlich nicht – zumindest nicht auf breiter Ebene. Denn Fakt ist, dass alternative Videoplattformen nur selten die bessere Wahl verkörpern. In einigen Nischen mag dies vielleicht der Fall sein, doch insgesamt ist Youtube als Plattform so bedeutend, dass es in den meisten Fällen keine echten Alternativen gibt.

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