Smartwatches, Fitnessarmbänder, Datenbrillen: Markt für Wearable Computing wächst schnell

Geschrieben von am 11. April 2014 in Kategorie Web 2.0

Wearables sind nicht mehr nur für Early Adopter ein Thema. Inzwischen interessieren sich deutlich mehr Verbraucher für Geräte wie Fitnessarmbänder, Datenbrillen und Smartwatches.

Wie so oft stand am Anfang die Faszination für die neuen technischen Möglichkeiten im Vordergrund. Inzwischen hat der Nutzwert dieser Geräte stark an Bedeutung gewonnen. Für andere liegt der Reiz mehr darin, sich ein „stylishes Accessoire“ zuzulegen. Die Technikbegeisterten sind natürlich immer noch dabei, sodass die weltweiten Wearables-Verkäufe letztes Jahr stark angestiegen sind.

Doch dieses Jahr geht’s erst richtig los: Einer neuen Studie der International Data Corporation (IDC) zufolge werden 2014 mehr als 19 Millionen Geräte verkauft, was mehr als eine Verdreifachung der Verkaufszahlen bedeuten würde. Für 2018 gehen die Analysten sogar von einem Marktvolumen von 111,9 Millionen Einheiten aus. Das entspräche einer jährlichen Wachstumsrate in Höhe von 78,4 Prozent.

Wearables werden smarter

2018 werde zudem das Jahr sein, in dem mehr smartes als komplexes Zubehör ausgeliefert wird. Bei IDC werden Wearables nämlich in drei Klassen eingeteilt. Derzeit wird vor allem komplexes Zubehör wie Fitnessarmbänder verkauft. Komplexes Zubehör ist billiger und einfacher zu handhaben als smartes Zubehör. Die Geräte dieser Klasse bieten zwar einige eigenständige Funktionen, doch ohne andere Geräte wie PCs, Tablets und Smartphones lässt sich nur wenig mit ihnen anfangen.

Smartes Zubehör ist zwar ebenfalls auf Zusatzgeräte angewiesen, kann allerdings durch Anwendungen von Drittanbietern im Funktionsumfang erweitert werden. Damit sich diese Klasse bei den Verbrauchern durchsetzen könne, müssten nicht nur die Hersteller die Geräte weiterentwickeln, sondern die Verbraucher müssten außerdem deren Nutzen erst verstehen lernen.

Für Geräte wie Google Glass ist der Weg in den Massenmarkt noch weg

Die dritte Klasse ist die der Smart Wearables, deren prominentester Vertreter derzeit die Datenbrille Google Glass ist. Sie lassen sich im Prinzip vollkommen umnabhängig von weiteren Geräten verwenden, wenngleich sie bisher meist über ein Drittgerät ihre Verbindung ins Internet herstellen – so wie die Geräte der anderen beiden Klassen. Hier haben die Hersteller noch viel Arbeit vor sich, um die Verbraucher von den ganz neuen Nutzungserlebnissen zu überzeugen, die mit Smart Wearables verbunden sind. Außerdem müsse sichergestellt werden, dass es eine ausreichende Auswahl an Anwendungen gebe. Chancen sehen die IDC-Analysten für diese Klasse auch im Unternehmensbereich, es sei nur eine Frage der Zeit, bis sich Smart Wearables dort durchsetzen könnten.

Wie schätzt Ihr die Chancen von Wearable Computing ein? Ich bin zwar sehr skeptisch, was Smart Watches angeht – was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass ich seit vielen Jahren keine Armbanduhr mehr trage. (Schon mein erster Pager, ein Scall, konnte die Uhrzeit ebenfalls zeigen und machte eine unbequeme Armbanduhr für mich entbehrlich.) Das Smartphone deckt diesen Bereich für mich heute völlig ab, aber ich kann mir vorstellen, dass Smartphones in einigen Jahren durch Datenbrillen verdrängt werden. An einem Erfolg von Wearable Computing an sich habe ich nicht die geringsten Zweifel.

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  1. Datenbrillen: 22 Millionen Deutsche zeigen Interesse | TechBanger.de says:

    […] Glass und ähnliche Datenbrillen meistens negativ gefärbt. Die vermeintlichen Risiken dieser Wearables werden aufgebauscht, die Chancen selten angesprochen. Das war schon so, bevor Edward Snowden […]