Verfügbarkeit von UMTS in Deutschland bei 68 Prozent

Geschrieben von am 06. März 2010 in Kategorie Web 2.0

Laut einer zur CeBIT veröffentlichten Analyse sind derzeit rund 68 Prozent aller Mobilfunkstandorte in Deutschland mit UMTS versorgt. Zwischen den Netzbetreibern T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 bestehen dabei erhebliche Unterschiede. Die Netzbetreiber rüsten ihre Mobilfunknetze derzeit kräftig auf.

Einer der großen Trends 2010 ist das mobile Internet. Schon letztes Jahr wuchs der Datenverkehr in Deutschland auf 40 Millionen GB an, was ein Wachstum um 250 Prozent bedeutet. Dieses Jahr steigt das Volumen weiter , seit letztem Jahr ist mobiles Internet kein besonders teures Vergnügen mehr. Außerdem verkaufen sich Notebooks und Netbooks ausgezeichnet, was den Trend zur mobilen Computer- und damit Internetnutzung verstärkt. Dieses Jahr wird zudem jedes dritte in Deutschland verkaufte Mobiltelefon ein Smartphone sein. Da die Netzbetreiber ihre Netze kontinuierlich aufrüsten, erlaubt der Internetzugang über Mobilfunk mancherorts sogar Geschwindigkeiten, die denen einfacher DSL-Anschlüsse entsprechen.

Die Netzbetreiber rüsten ihre Netze auf, aber noch bestehen große Unterschiede beim Ausbaustand zwischen T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2. Der Durchschnittswert von 68 Prozent für die UMTS-Verfügbarkeit in Deutschland ist deshalb nur bedingt aussagekräftig. Die Website hsdpa-umts-verfuegbarkeit.de hat knapp 300.000 Mobfilfunkstandorte ausgewertet, um Usern durch detaillierte Informationen die Wahl des Mobilfunknetzes zu erleichtern.

Die beste UMTS-Abdeckung bieten der Auswertung zufolge T-Mobile und Vodafone. Schon im nächsten Monat möchte T-Mobile HSPA+ für Geschäftskunden anbieten. Der erste web’n’walk-Stick wird 21 MBit/s unterstützen, aber das Netz von T-Mobile soll noch dieses Jahr 42 MBit/s bieten. O2 testet ebenfalls schon HSPA+, während E-Plus immerhin den UMTS-Beschleuniger HSDPA schrittweise einführt. Vodafone ist bei HSDPA bisher besonders aktiv gewesen. Mit HSDPA sind im Downstream immerhin bis zu 7,2 MBit/s erreichbar, mehr bieten viele DSL-Anschlüsse auch nicht. Allerdings kommt es natürlich auf die jeweilige Empfangssituation und Auslastung am jeweiligen Standort an.

Allgemeine Aussagen zur UMTS-Abdeckung bzw. HDSPA-Verfügbarkeit bei den Netzbetreibern können zwar eine erste Auswahlhilfe darstellen, doch letztlich kommt es für den Nutzer darauf an, wie gerade dort, wo er das mobile Internet nutzen möchte, der Ausbaustand ist. Geschwindigkeits- und Verfügbarkeitsabfragen bieten die Netzbetreiber an, eine gleichzeitige Abfrage bietet dagegen beispielsweise hsdpa-umts-verfuegbarkeit.de.

Hohe Bandbreiten sind beim mobilen Internet aber nicht alles. Vielen Nutzern kommt es auf hohe Bandbreiten nicht an, sondern sie wünschen sich niedrige Preise, die eher die kleineren Netzbetreiber bieten. Wer mit dem Handy bzw. Smartphone unterwegs online geht, wird meistens keine hohen Datenraten benötigen. Und wer mit seinem Notebook oder Netbook mobil online geht, nutzt unterwegs eher nicht solche Dienste, bei denen es auf hohe Bandbreiten wirklich ankommt. Große Downloads, IPTV und das Backup auf einer virtuellen Festplatte etwa sind nicht typisch für die Nutzung des Internets außer Haus.

Welche Erfahrungen habt Ihr bei der Nutzung des Internets via Mobilfunknetz gemacht? Leidet Ihr unter langsamen Verbindungen oder eher unter den Kosten für die Datenübertragung auf Eurer Mobilfunkrechnung? Welche Bandbreiten wünscht Ihr Euch?

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  1. Das mobile Internet sorgt für Wachstum | TechBanger.de says:

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